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OFF TOPIC

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Was macht die Pandemie aus uns?

Als Unternehmerin, Gemeindepolitikerin und als Mensch, sehe ich die Entwicklung, die wir im letzten Jahr durchgemacht haben mit immer größerer Sorge. Grundsätzlich bin ich ein sehr positiver Mensch. Ich habe keine Angst vor “Gegenwind”, meine Meinung dazu ist immer – das belebt die Diskussion.

Seit einigen Wochen merke ich aber, das in vielen Bereichen, sei es in den Social Media Kanälen, sei es im Umgang mit anders denkenden Menschen im täglichen Leben – der Ton sehr viel rauer geworden ist. Haben wir uns früher noch unserer guten Erziehung besonnen, kommt es jetzt immer öfter zu verbalen Übergriffen. Das beobachte ich besonders stark in den Sozialen Medien. Das tägliche Leben, oder besser Treffen mit Menschen, ist sehr stark eingeschränkt. Wir haben in so vielen Bereichen Maskenpflicht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass viele Menschen ihre Maske fallen gelassen haben. Wir werden eh schon nahezu immer und überall kontrolliert. Was meiner Meinung nach noch dazu kommt, dass sich einige unserer Mitmenschen als zusätzliche “Kontrolleure” verstehen. Da wird geschaut, wann das fremde Auto vorm Haus wieder fährt, oder ob das fremde Auto eh nicht aus dem “gesperrten” Nachbarbezirk kommt.

Aggression

Wir sind alle genervt von der Situation. Ich gebe zu – ICH AUCH. Doch sitzen wir alle im gleichen Boot, im Pandemie-Boot.

Die Menschen sind meiner Meinung nach untereinander enorm aggressiv geworden. Selbst kleine unbedeutende Aussagen, wie zum Beispiel eine sehr private Angelegenheit: ich sage im Stall, dass mein Pferd stark haart. Meine Freundin sagt dazu ganz wertfrei, dass ein anderes Pferd im Stall noch viel mehr haart. Die Pferdepflegerin pflaumt uns darauf hin total an, dass wir doch froh sein sollten, dass das andere Pferd so stark haart. Eine super unbedeutende Episode, mit ganz viel Aggression.

Ganz egal, wie man zu den Maßnahmen der Regierung steht, oder ob man Angst hat, sich anzustecken, oder ob man glaubt, es ist eh nicht so schlimm, wie alle tun. Es wird immer stärker und vehementer gegen Mitmenschen “ausgehaut”. Es gibt so viele Meinungen zur Pandemie-Situation, und ist man mal anderer Meinung, bekommt man verbal eines “drübergezogen”. Mein Vater hat früher bei jedem Fußball-Ländermatch gesagt: Österreich hat 7 Millionen Teamtrainer, die alles besser wissen (Einwohnerzahl Österreich vor 40 Jahren).

Mir kommt heute vor, Österreich hat 8 Millionen Virologen, die alles besser wissen. Und das noch viel schlimmer, nicht nur, dass sie alles besser wissen, sie haben auch gar keine Toleranz gegenüber anders denkenden.

Krisenmanagement bedeutet heute: lasst uns machen, wenn es nicht klappt, sind die anderen schuld. Und wehe du sagst was gegen unsere Maßnahmen, dann nimmst du nämlich in Kauf, dass Menschen krank werden oder noch schlimmer – sterben. Ach ja, und du arbeitest dann auch nicht mit, sondern bist immer nur gegen die wunderbaren Menschen im Krisenstab (kleines Beispiel aus meinem näheren Umfeld).

Und dann haben wir ja noch die Impfung…..Da gibt es doch tatsächlich Meinungen über die Impfung, die die Menschen doch hoffentlich selbst nicht glauben. So geschehen: eine Kindergärtnerin sagt zu einer Mutter: “bei uns ist alles total sicher, bei uns ist das gesamte Personal geimpft.” Da hat wohl wer nicht verstanden, wofür die Impfung ist und was sie kann. Nur noch mal zur Erinnerung: die Impfung soll vor einem schweren Verlauf schützen! NEIN: die Impfung schützt nicht vor Ansteckung oder Übertragung!!!! Da sollten dann doch einige noch mal den Beipacktext lesen.

Ich bin jetzt etwas abgeschweift. Mein Anliegen mit diesem Artikel ist, wachzurütteln – habt mehr Respekt voreinander, habt mehr Respekt vor anderen Meinungen und zieht sie nicht in den Dreck, weil es nicht Eure ist.

Hass kann nicht die Lösung sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch – kommt gut durch die schwierigen Zeiten. Bleibt gesund und öffnet Euer Herz!

Geht testen, haltet Abstand, tragt die Maske! Und achtet auch auf Eure mentale Gesundheit.

Hier gibt es Lesestoff: Mein Trennungsalphabet von Andrea Waldl – eBook | Thalia

Eure Andrea Waldl

 

 

 

 

Andrea Waldl

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